Salzburg setzt gegen Klagenfurt auf die Heimstärke22. Februar | 14:50


Raphael Herburger und Brent Aubin gehören im Viertelfinale bisher die Schlagzeilen.
2012-02-22 14:50:30

Salzburg setzt gegen Klagenfurt auf die Heimstärke

Das Viertelfinalduell zwischen Titelverteidiger EC Red Bull Salzburg und Rekordmeister EC-KAC geht am Donnerstag (19:15, in Live-Konferenz bei ServusTV) in die dritte Runde. Nach zwei Spielen steht die Serie 1:1, wird nun best of five fortgesetzt. Matthias Trattnig und Co. feierten zuletzt fünf Heimsiege in Folge (auch gegen den EC-KAC).

Das Viertelfinalduell zwischen dem EC Red Bull Salzburg und dem EC-KAC beginnt am Donnerstag wieder bei Null. Nach zwei Spielen steht die Serie nämlich 1:1 und wird jetzt best-of-five fortgesetzt. Bereits am Donnerstag folgt nun in der Mozartstadt Teil drei des Klassikers!

Herburger on Fire
Ein echter Thriller war am Dienstag das zweite Viertelfinale in Klagenfurt. Erst nach 63:31 Minuten stand Rekordmeister EC-KAC als Sieger fest. Matchwinner war Youngster Raphael Herburger, der mit diesem Treffer auch eine persönliche Durststrecke beendete. Erstmals seit drei Monaten – exakt seit dem 5:3-Heimerfolg über den EHC Liwest Black Wings Linz am 18. November 2011 – konnte sich der 23-jährige Center am Dienstag wieder in die Torschützenliste der Erste Bank Eishockey Liga eintragen.„Ich habe mich irrsinnig gefreut. Es war mein erster Treffer seit Monaten und gleich so ein wichtiges Tor“, strahlte Youngster Raphael Herburger. Der gebürtige Dornbirner blüht unter Neo-Headcoach Christian Weber richtiggehend auf. Im Play-off scorte der junge Center in zwei Spielen schon fünf Punkte und ist damit gemeinsam mit Salzburgs Brent Aubin (zwei Tore und drei Assists) der punktebeste Spieler im Viertelfinale. „Unser Ziel ist es heuer im Play-off weit zu kommen. Der Trainer schenkt uns sein Vertrauen und wir bekommen jetzt mehr Eiszeit. Eigentlich ist unsere Linie eine Checking-Line: Das Wichtigste ist, dass wir gut defensiv spielen und Gegentreffer verhindern. Wer die Tore schießt ist eigentlich egal.“

Zum Feiern bleibt den Rotjacken aber keine Zeit. Bereits am Donnerstag steigt Viertelfinale Nummer drei in Salzburg. In der Mozartstadt konnten Christoph Brandner und Company von den letzten zwölf Spielen nur eines gewinnen. Der einzige Erfolg in dieser Phase gelang dem EC-KAC am 7. April 2011, seither folgten fünf Niederlagen in Folge. „In den Play-offs zählt das alles nicht. Der Druck liegt nun wieder bei Salzburg. Wir brauchen am Donnerstag eine gute Team-Defense, dann ist in Salzburg alles möglich. Wir müssen allerdings unbedingt Turn-overs verhindern, denn zuletzt haben wir gleich drei Gegentreffer nach Turn-overs erhalten“, weiß Raphael Herburger.

Coach Christian Weber muss weiterhin auf Kirk Furey (Mittelhandbruch, drei Wochen out) und Herbert Ratz (verletzt) verzichten. Gregor Hager ist für Donnerstag noch fraglich. Topscorer der Klagenfurter ist Mike Siklenka mit 33 Punkten (elf Treffer und 22 Assists), damit liegt der Abwehrspieler im Liga-Verglich aber nur auf Platz 41.

Red Bulls setzen wieder auf die Heimstärke
Kein Happy End hatte für Meister EC Red Bull Salzburg am Dienstag das zweite Viertelfinalduell mit Rekordmeister EC-KAC. Die Red Bulls mussten sich in Klagenfurt in der Verlängerung knapp mit 4:5 geschlagen geben und kassierten damit bereits ihre achte Auswärtsniederlage in Folge.
Im Gegensatz zu Spiel 1 ließen dieses Mal die Special Teams des Meisters vollkommen aus. Erzielten die Bullen am Sonntag noch drei ihrer fünf Tore in Überzahl, so gelang dem Meister dieses Mal kein Powerplay-Treffer. „Wir sind in Klagenfurt immer einen Rückstand nachgelaufen. Aber wir haben auch Moral bewiesen, sind zurückgekommen und haben gekämpft. In der Overtime hätten wir das Powerplay nützen müssen. In Überzahl müssen wir einfach geduldiger agieren“, weiß Salzburg Stürmer Andreas Kristler.

Bereits am Donnerstag wartet auf Matthias Trattnig und Co. nun in Salzburg Spiel 3 der Best-of-seven-Viertelfinalserie. Zu Hause sind die Bullen – anders als in der Fremde – eine echte Macht. 2012 feierte der Meister daheim in neun Spielen nämlich acht Siege. Die letzten fünf Heimspiele (auch gegen den EC-KAC) wurden alle - wenn auch knapp - gewonnen. „Wir müssen wieder bereit sein. Im Play-off gibt‘s nur 60 Minuten Vollgas, denn nur so können wir gewinnen! Wir wollen zu Hause in der Serie wieder vorlegen!“, tönte der 21-Jährige, der in den zwei Play-off-Spielen für die Red Bulls bisher einen Treffer und einen Assists scorte.

Topscorer des EC Red Bull Salzburg ist Thomas Raffl mit 56 Punkten, davon 14 Treffer. Verlässlichster Scorer im Play-off-Viertelfinale war bisher Brent Aubin. Der 25-jährige Kanadier hält aktuell bei fünf Punkten, davon zwei Treffern und führt damit die Play-off-Statistik an.

>>Das Play-off 2011/12 im Überblick

Donnerstag, 23. Februar 2012, 19:15, in Live-Konferenz bei ServusTV und
Live im Internet bei LAOLA1.tv
EC Red Bull Salzburg – EC-KAC (282)
Referees: DREMELJ, GEBEI, Nagy, Rakovic
Bisherige Saisonduelle:
09.09.2011: EC-KAC – EC Red Bull Salzburg 6:2 (1:0, 4:1, 1:1)
16.10.2011: EC Red Bull Salzburg – EC-KAC 4:2 (3:1, 0:0, 1:1)
22.11.2011: EC-KAC – EC Red Bull Salzburg 0:1 (0:0, 0:0, 0:1)
08.01.2012: EC Red Bull Salzburg – EC-KAC 6:2 (2:0, 0:2, 4:0)
Platzierungsrunde:
22.01.2012: EC-KAC – EC Red Bull Salzburg 6:4 (1:1, 2:2, 3:1)
10.02.2012: EC Red Bull Salzburg – EC-KAC 2:1 (2:0, 0:1, 0:0)
Play-off-Viertelfinale:
19.02.2012: EC Red Bull Salzburg – EC-KAC 5:3 (2:1, 2:1, 1:1)
21.02.2012: EC-KAC – EC Red Bull Salzburg 5:4 n. V. (2:1, 2:2, 0:1, 1:0)
Stand in der Best-of-seven-Serie, EC Red Bull Salzburg – EC-KAC: 1:1