Capitals holen sich das Heimrecht von Linz 19. Februar | 21:20

Capitals holen sich das Heimrecht von Linz
Die UPC Vienna Capitals siegten zum Start der Best-of-7-Viertelfinalserie beim EHC LIWEST Black Wings Linz mit 4:3 nach Verlängerung. Matchwinner war Dan Bjornlie (63.). Spiel Nummer zwei steigt bereits am Dienstag in Wien.
Fast alles an Board vermeldete der Gewinner der regulären Saison, die LIWEST Black Wings, vor dem Prestigekampf gegen die UPC Vienna Capitals. Nur noch Philipp Lukas und der gesperrte Brian Lebler fehlten den Stahlstädter. Die Wiener hatten mit Reinhard Divis einen prominenten Ausfall zu verkraften.
Und es kam nicht unerwartet, dass sich die Hauptstädter in den ersten Minuten verstärkt in der Defensive wiederfanden. Patrick Leahy schoss in der sechsten Minute an die Stange und hatte damit die beste Torchance für die Hausherren. Diese gaben zwar den Ton an, doch nach etwa der Hälfte der Partie fand Wien immer besser ins Match und konterte immer wieder brandgefährlich. Einen ersten Warnschuss feuerten die Hauptstädter in der 14. Minute auf Alex Westlund ab, bei dem noch das Torgestänge für den Keeper rettete. In einem von Beginn weg emotionalen Spiel war es dann Jon Insana, der mit einem gar nicht einmal so scharfen Schuss ins Kreuzeck die Führung für den Achten nach der regulären Saison sorgte. In der ausverkauften Keine Sorgen EisArena wurde es daraufhin sehr ruhig, noch stiller war es, als Francois Fortier in der 17. Minute sogar zum 2:0 abstaubte und die Vienna Capitals mit diesem Zweitorevorsprung in die Pause schickte.
Dieser Rückstand schien die Linzer nur aufgeweckt zu haben, denn sie kamen nach nicht einmal einer halben Minute im Mittelabschnitt durch Gregor Baumgartner zum 1:2. Im Powerplay hatte er einen Schuss von Leahy noch abgefälscht. Die Hausherren blieben nach dem Treffer am Drücker, benötigten aber bis zur 31. Minute, ehe sie erneut jubeln durften. Wieder mit einem Mann mehr am Eis war es Justin Keller, der das 2:2 markierte und das Match damit von vorne beginnen ließ. Doch die Freude darüber währte bei den Hausherren nicht lange, denn in der 35. Minute war Nathan Robinson auf und davon und brachte die Scheibe aus unmöglichem Winkel noch zur 3:2 Führung unter. Die Vienna Capitals zeigten enormen Einsatz und warfen sich bei den durchaus sehenswert vorgetragenen Angriffen der Black Wings immer wieder entscheidend in die Schüsse. So drückten die Oberösterreicher zwar, ohne dabei aber für Feuer vor Wiens Torhüter Stefaniszin sorgen zu können. So blieb es auch nach 40 Minuten bei der Führung für die Wiener.
Spielerisch war dieses Prestigeduell im letzten Abschnitt kein Highlight mehr, jetzt dominierte der Kampf. Dennoch gab es weiterhin einige sehr gute Möglichkeiten – auf beiden Seiten. In der 45. Minute waren die Gäste ganz knapp am vierten Treffer dran, im Gegenzug konnte Martin Mairitsch zwei Mal seien Chance vor dem Tor nicht verwerten. Wenig später verzog auch Mike Ouellette, der sich aber in der 48. Minute mit viel Einsatz die Scheibe an der Bande erkämpfte und Franklin Macdonald auf die Reise schickte. Der Verteidiger ließ sich nicht zweimal bitten und glich zum 3:3 aus. Damit war zumindest eines garantiert: eine spannende Schlussphase! Das Match wurde zu einer Frage der Nerven, denn die Black Wings ließen weiterhin ihre Chancen zu leichtfertig liegen. Martin Mairitsch hatte in der 56. Minute die erstmalige Führung am Schläger, verzog aber alleine aufs Tor zulaufend am langen Eck vorbei. Es sollte die letzte hochkarätige Möglichkeit an diesem Abend bleiben und es blieb beim 3:3. Somit ging es in die Verlängerung.
Vorsichtig begannen beide Teams die Overtime, bis die Vienna Capitals mit einem schönen Pass die Linzer Hintermannschaft aushebelten und in Minute 63 durch Dan Bjornlie zum 4:3 einnetzten und in der Best-of-seven-Serie 1:0 in Führung gingen. Spiel zwei steigt am Dienstag in Wien.
>>Das Play-off 2011/12
19.02.2012: EHC Liwest Black Wings Linz – UPC Vienna Capitals 3:4 n. V.
(0:2, 2:1, 1:0, 0:1)
Tore Linz: 1:2 Baumgartner (21./pp), 2:2 Hisey (31./pp), 3:3 MacDonald (48.)
Tore Wien: 0:1 Insana (16.), 0:2 Fortier (17.), 2:3 Robinson (35.), 3:4 Bjornlie (63.)
Stand in der Best-of-seven-Viertelfinalserie: 0:1
>>Die besten Szenen des ersten Viertelfinalspieltags im Highlight-Video






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